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Bestattung

Fürchte dich nicht, spricht Gott, der Herr, denn ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
Jesaja 43.1

Bilder vom Sterben und vom Tod gehören zum Alltag. Trotzdem verdrängen wir oft, dass unser Leben begrenzt ist. Gestorben wird heute meist im Krankenhaus oder im Pflegeheim.

Aber wenn das Leben eines Menschen in unserer Nähe zu Ende ist, sind wir mit dem Tod konfrontiert.

Von Anfang an hat die christliche Gemeinde ihre Toten zur letzten Ruhe geleitet. Die Bestattung ist Ausdruck der Liebe und Achtung gegenüber den Verstorbenen. Angehörige, Freunde, Kollegen und Nachbarn versammeln sich am Sarg oder an der Urne und halten im besten Sinne des Wortes Andacht. Das Sterben ist immer auch ein Anlass, über die Endlichkeit des eigenen Lebens nachzudenken. Die kirchliche Bestattung nimmt das auf und hilft zu begreifen, was der Tod für das Leben bedeutet.

  • Ein Pfarrer oder eine Pfarrerin erinnert an das zu Ende gegangene Leben. Deshalb gibt es vor jeder Bestattung ein Trauergespräch mit den Angehörigen.
  • In der Bestattungspredigt wird über ein Bibelwort nachgedacht. Der Bibel ist nichts Menschliches fremd. Sie hat viel zu sagen über das Leben, das Leid, aber auch über die Lebensfülle. Neben der Predigt wird gesungen und gebetet.
  • Oft geleitet die Trauergemeinde den Sarg oder die Urne zum Grab. Dort folgt die eigentliche Bestattung.
  • Der Sarg oder die Urne wird in die Erde gelassen, der Pfarrer oder die Pfarrerin wirft dreimal Erde auf den Sarg oder die Urne und spricht die Bestattungsformel: „Erde zur Erde, Asche zur Asche, Staub zum Staube.“
  • Danach wird das Vaterunser gebetet und der Segen für die Gemeinde  gesprochen.
  • Familienangehörige und Freunde nehmen dann persönlich Abschied am offenen Grab.
  • Im Gottesdienst am Sonntag nach der Bestattung wird für die Verstorbenen und ihre Familien gebetet.
  • Am Ewigkeitssonntag (Sonntag vor dem Ersten Advent) wird an alle im vergangenen Kirchenjahr Verstorbenen gedacht.
  • Die Kirchengemeinde bestattet aber nicht nur. Pfarrerinnen und Pfarrer begleiten als Seelsorger die Menschen, die trauern.
  • Kirchlich bestattet werden nicht nur Kirchenmitglieder. Es gibt Ausnahmen:
    • Die Bestattung eines Menschen, der nicht zur Kirche gehört hat, ist in unserer Kirchgemeinde möglich, wenn die Angehörige dies wünschen.


Bitte kommen Sie mit allen Fragen, die Sie zur kirchlichen Bestattung haben, zu einem Pfarrer oder einer Pfarrerin unserer Kirchgemeinde.

 

 

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